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Datum:  14.07.2010

Fünfte baden-württembergische Regionalkonferenz Ehrenamt in Weinheim im Rhein-Neckar-Kreis

Kurzbeschreibung:  Kultusstaatssekretär Georg Wacker: Konferenz fördert den Dialog zwischen Ehrenamt und Politik

Dank an zahlreiche ehrenamtlich Aktive

Etwa 250 ehrenamtlich Engagierte kamen heute (14. Juli) zur fünften baden-württembergischen Regionalkonferenz Ehrenamt nach Weinheim im Rhein-Neckar-Kreis. „Baden-Württemberg ist das Land des Ehrenamts. Nirgendwo sonst in Deutschland sind die Menschen ehrenamtlich so stark engagiert wie hier. Mit der Regionalkonferenz möchten wir den ehrenamtlich Aktiven im Rhein-Neckar-Kreis danken und ihnen unsere Wertschätzung zeigen. Ihr Engagement im kulturellen und öffentlichen Leben stärkt den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft“, sagte der Ehrenamtsbeauftragte der Landesregierung, Kultusstaatssekretär Georg Wacker MdL. Gemeinsam mit dem Landrat des Rhein-Neckar-Kreises, Stefan Dallinger, hatte er dazu ehrenamtlich Engagierte aus allen gesellschaftlichen Bereichen des Landkreises in die Weinheimer Stadthalle eingeladen. Um möglichst vielen freiwillig Aktiven dieses großen Landkreises die Möglichkeit zu bieten, eine Ehrenamtskonferenz zu besuchen, ist in absehbarer Zeit eine zweite Regionalkonferenz im südlichen Landkreis geplant.

Im Rhein-Neckar-Kreis gibt es über 4.000 Vereine und noch größer ist die Zahl derer, die sich innerhalb und außerhalb dieser Vereine ehrenamtlich engagieren. „Es ist wirklich eine unglaubliche Bandbreite bürgerschaftlichen und ehrenamtlichen Engagements von A bis Z“, stellte Landrat Stefan Dallinger fest und dankte allen, „die ihre Kraft und ihr Können zum Wohle Vieler oder zum Wohl eines Einzelnen einsetzen“. Auch wer sich nur zeitlich begrenzt in ein Projekt einbringen könne, um sein Lebensumfeld mit zu gestalten, verdiene Anerkennung, „denn ohne Wurzel wächst eben keine Pflanze“, so der Landrat, der auch darauf hinwies, dass viele Gemeinden im Kreis und die Metropolregion Rhein-Neckar das Ehrenamt unterstützen und fördern.

Landesweit engagieren sich gut 41 Prozent der Bürgerinnen und Bürger freiwillig im sozialen, kulturellen, kirchlichen, sportlichen oder politischen Bereich. „Sie erbringen einen unschätzbaren Beitrag zum Gemeinwesen. Die Landesregierung hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, die ehrenamtlich Engagierten als Leistungsträger unserer Gesellschaft auf allen Ebenen nach Kräften zu unterstützen – durch ideelle, organisatorische und finanzielle Förderung ebenso wie durch eine Verbesserung der Rahmenbedingungen und durch den Abbau unnötiger bürokratischer Hürden“, erklärte Wacker. Die Förderung einer lebendigen Bürgergesellschaft bilde damit einen Schwerpunkt der Politik der Landesregierung.

„Die Regionalkonferenz unterstützt den Dialog zwischen Politik und Ehrenamt. Dabei sollen die Ehrenamtlichen gewürdigt werden für ihren bemerkenswerten Einsatz, ihre wertvolle Zeit und ihre selbstlose Haltung, mit der sie sich für andere engagieren“, unterstrich Wacker. Im Mittelpunkt der Regionalkonferenz stand das vielschichtige ehrenamtliche Engagement in der Region. Bei der Veranstaltung wurden beispielhafte ehrenamtliche Projekte und Initiativen präsentiert. Dabei hatten die Teilnehmenden Gelegenheiten, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Mit den zweimal jährlich in Baden-Württemberg stattfindenden Regionalkonferenzen soll der Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern intensiviert werden. Zugleich dienen sie der Information über die bestehenden Förder- und Unterstützungsinstrumente des Landes im Bereich des Ehrenamts und bürgerschaftlichen Engagements. Die erste Regionalkonferenz Ehrenamt fand im November 2008 in Tübingen statt, die zweite im Juni 2009 in Mosbach im Neckar-Odenwald-Kreis, die dritte im Oktober 2009 in Ludwigsburg und die vierte in Immenstaad im Bodenseekreis jetzt im Juni.

Eröffnet wurde das abendliche Programm in Weinheim mit dem Improvisationstheater Q-Rage und dem Pianisten Michael Fiedler. Nach der Begrüßung durch Staatssekretär Wacker und Landrat Dallinger wurden Beispiele bürgerschaftlichen Engagements aus dem Rhein-Neckar-Kreis präsentiert. Helmut Merkel stellte die Aktion „Hilfe zur Selbsthilfe“ aus Dossenheim vor. Anschließend informierte Rechtsanwalt Dr. Frank Zundel aus Mosbach über Rechtsfragen im Ehrenamt. Danach referierte Volker Jacob über ehrenamtliche Aktivitäten in der TSG 1862 Weinheim. Nach den „Fragen an die Politik“ an Staatssekretär Wacker und Landrat Dallinger rundete das Improvisationstheater Q-Rage unter Beteiligung des Publikums den Abend mit einem humoristischen Theaterspiel zum Thema Ehrenamt ab.

 



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