Schreiben integriert! Ehrenamtliche gründen "Herrenberger SchreibwerkStadt"
Interessantes Unterrichtsprojekt für Schulen
"Erzähl mir deine Geschichte, dann verstehe ich dich besser!" - mit diesem Appell wendet sich der ehrenamtlich organisierte "Runde Tisch der Nationen" an alle Herrenberger Bürgerinnen und Bürger, die zum Thema "Migration" etwas sagen möchten. Betonung liegt auf "alle" Herrenberger, also solche mit und ohne Migrationshintergrund.
Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Thomas Sprißler treffen sie sich seit Juli 2009 regelmäßig: Die rund 40 Herrenberger Bürgerinnen und Bürger verschiedener Nationalitäten, die den "Runden Tisch der Nationen" bilden. Ihr erstes großes Projekt ist die "Herrenberger SchreibwerkStadt", die zunächst bis Sommer 2012 veranstaltet wird.
Das Hauptziel des Projekts: Durch die Beschreibung von Im-Migration und Integration soll eine bessere Verständigung und dadurch gegenseitiges Verständnis geschaffen werden. Ein lebendiger interkultureller Dialog - und zwar zwischen Deutschen und Migranten und zwischen den Migranten verschiedener Nationen - ist gewünscht.
Allen Projekt-Mitgliedern gemeinsam ist der Wunsch, Migration als einen positiven Wert für ihre Stadt herauszuarbeiten und eine konstruktive Debatte in den Schulen, in Politik, Wirtschaft und in der Öffentlichkeit von Herrenberg - und als nachahmenswertes Projekt auch landesweit - anzustoßen und zu entwickeln.
Die Idee: Die Bürgerinnen und Bürger, aufgeteilt in die Kategorien „unter Zwanzig“ und „über Zwanzig“ sowie „Generation 55 plus“, jeweils als Einzelpersonen oder als Gruppe (bis max. 5-6 Personen) schreiben ihre Erzählung zum Thema „Migration“. Die Darstellungsform ist freigestellt: als realistische Fiktion, als Biographie oder als biographisch geprägter Monolog oder Dialog. Hintergrund der Projektidee ist die Betrachtung des eigenen Herkunftslandes und der eigenen Geschichte sowie das "Ankommen" in Herrenberg. Der Text soll nach Möglichkeit auf deutsch und in der Muttersprache abgefasst werden.
Wer seine Geschichte noch nicht selbst in deutscher Sprache aufschreiben kann, kann sie auch aufschreiben lassen.
Die Geschichten werden von der Koordinationsstelle Bürgerschaftliches Engagement ab Oktober 2010 gesammelt. Sie werden in Herrenberg öffentlich vorgelesen, präsentiert und diskutiert nach der Idee einer „Weltreise durch Herrenberg“. Im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen werden die Autoren und Autorinnen gewürdigt. Und im kommenden Jahre ist die Veröffentlichung als Sammelband geplant.
Jedem und jeder Interessierten sowie den Schülerinnen und Schülern der Herrenberger Schulen sollen die Texte als Unterrichtsmaterial für lebendige Diskussionen zur Verfügung gestellt werden.
Das Projekt eignet sich hervorragend als nachahmenswertes Beispiel auch für andere Städte und Gemeinden sowie für Schulen im ganzen Land.
|
Herrenberger Migrantenorganisationen und Integrationsprojekte präsentieren ihre Arbeit. |
40 TeilnehmerInnen vieler Nationen folgten der Einladung von Schirmherr |
|
Zweiergespräche schaffen gute Kontakte. |
|
|
|
gehört unmittelbar zur Begegnung der Nationen. |
|
|
|
|
...aus intensiven Gesprächen entwickeln sich Projekte - aktuell die |
|
|
|
Oberbürgermeister Thomas Sprißler (links) |
Ansprechpartnerin für Informationen und Tipps:
Rita Pehlke-Seidel
Koordinatorin Bürgerschaftliches Engagement
Stadtverwaltung Herrenberg
Marktplatz 5
71083 Herrenberg
Telefon: 07032 / 924 220
Fax: 07032 / 924 4221
E-Mail:
r.pehlke-seidel@herrenberg.de





Die Feste feiern





